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Ergebnisse

Das Projekt untersuchte, welche Bedürfnisse und Vorstellungen hinsichtlich des künftigen Lebens im Alter bei HIV-positiven Menschen ab 50 Jahren vorhanden sind und inwiefern diese von ihren Verwirklichungschancen und den biographischen Erfahrungen geprägt werden.

Anhand von 15 problemzentrierten Interviews mit HIV-positiven Personen zwischen 51 und 83 Jahren wurden in Anlehnung an die Grounded Theory Vorstellungen zum Leben im Alter um die Themen Wohnen, Gesundheit/medizinische Versorgung und soziale Beziehungen herausgearbeitet.

Der als stigmatisierend erlebte gesellschaftliche Umgang mit HIV-positiven Menschen und die damit verbundene Zurückhaltung in der Offenlegung der HIV-Infektion sowie durchlebte Krisen verringern die Verwirklichungschancen der Befragten. Dies wiederum verstärkt deren Befürchtungen mit Blick aufs Älterwerden.

Auch die mehrheitliche Ablehnung von Alters- und Pflegeheimen lassen sich auf im Verlauf des Lebens erfahrene Diskriminierungen und Stigmatisierungen zurückführen. Die geäusserten Befürchtungen hinsichtlich Alters- und Pflegeeinrichtungen und die erlebten und antizipierten Diskriminierungen in unterschiedlichen Settings erfordern eine gezielte Information und Sensibilisierung